Zuletzt aktualisiert:

Ein Schmuckstück zu neuem Leben erwecken

Kategorien Werkstatt Logbuch0 Kommentare
Seit einem halben Jahrhundert oder mehr wartet dieses Schmuckstück auf einen neuen Auftritt…

Wer mag das Diadem wohl getragen haben? Die Schatulle mit desolatem Inhalt trage ich bereits seit meiner Kindheit mit mir herum – jeder kennt das: etwas Geerbtes, Gefundenes, Geschenktes, das irgendwie schön ist schlummert irgendwo auf dem Speicher oder im Keller.

Ich stelle mir eine junge Frau vor, verliebt – in Begriff, zu heiraten. Ganz zart reihen sich winzige Perlen aneinander, zum Teil kleiner als zwei Millimeter – in Begriff, zu zerbröseln. Der morbide Charakter erinnert mich an Blumen in der Vase.

Vermag ich die Schönheit des Augenblicks einzufangen? Etwas restaurieren, ohne die Stimmung zu zerstören? Ich denke schon.

In meinem Materialfundus entdecke ich winzige Zuchtperlen und geschliffene Korallen in Rosenform – alle etwas unterschiedlich. Dazu kleine glänzende Hämatit-Perlen – das setzt Kontraste. Diese Materialien setze ich ein, um die Lücken im Haarschmuck zu füllen.

Das Geschmeide habe ich noch nicht ergänzt – zwei Armbänder, ein Collier, ein grösserer Ohrschmuck – es soll die Stimmung weitergeben, wie ich sie im Diadem festgehalten habe – Blütentraum, winzige Perlen, die an Tautropfen erinnern.

Die Anmut der Korallenrosen hat mich inspiriert: a rose is a rose is a rose…

 Hier ist etwas Neues entstanden: ein kleines Ohrstecker-Ensemble – bestehend aus zwei Korallen-Rosen, winzigen Perlsteckern auf Silberplateau und kleinen tordierten Schnecken – so tastet sich das Diadem ins Jetzt – als Hommage an die Brautschatulle.

Die Ring-Trilogie ist dem Ohrstecker-Ensemble gefolgt:



 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.